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150 Jahre Kirchengemeinde St. Josef Einbeck

2009 150 Jahre St. Josef

Ein kleiner Rückblick

1859 -2009

150 Jahre St. Josef Gemeinde in Einbeck

Ein kleiner Rückblick

Die Wurzeln

Die Wurzel unserer Gemeinde waren seit der Reformation verdeckt, erst ab 1859, also vor 150 Jahren begann neues Leben. Damals wurde Einbeck Garnisonsstadt und damit kamen wieder Katholiken z. B. aus Hannover-  dem damaligen Königreich Hannover und aus Hessen – und fanden religiöse Heimat in der Gemeinde St. Josef.

1895 wurde die Pfarrkirche St. Josef  eingeweiht.

2 Kirche 1934  

St. Josefkirche um 1934

Anfang des vergangenen Jahrhunderts kamen viele Landarbeiterinnen aus Schlesien und Polen. Etliche „Rübenschwalben“, wie sie sich selber nannten, fanden hier die Liebe ihres Lebens, und blieben in Einbeck, viele davon gehörten zu unserer Gemeinde.

3 Rübenschwalben  

Pastor Karl Saenger und seine „Rübenschwalben “

Kriegs- und Nachkriegszeit

In den Jahren des 2. Weltkriegs kamen Ausgebombte und Evakuierte aus dem Rheinland und fanden hier Zuflucht.

Zu Kriegsende hatte die Gemeinde ca. 450 Mitglieder.

Aber schon im Jahr 1946 wuchs sie erheblich durch viele Heimatvertriebenen vor allem aus Schlesien, zeitweilig auf über 7.500. Anfangs wurde in vielen Ortsteilen der  Stadt Einbeck, vom damaligen Kreisvikar und späterem Pfarrer Georg Marx die sonntägliche Messe gefeiert und nach und nach die vereinzelten Gemeindeteile zur St. Josef Gemeinde Einbeck zusammengeführt. 

 15 Kapelle Sülbeck

Kapelle in Sülbeck

In Sülbeck wurde eine Kapellengemeinde gegründet und von Pater Buchta geleitet. Die Gottesdienste wurden in einem Gaststättensaal, der als Kapelle  eingerichtet war gefeiert. Pater Buchta war ebenso Seelsorger für Dörrigsen und die umliegenden Dörfer.

10 Fronleichnam 1959  

Fronleichnamsprozession 1959

1006 Fronleichnam  

Fronleichnam 2006

Ab Mitte der 50er Jahre verließen wieder viele Heimatvertriebenen Einbeck weil in anderen Gegenden Deutschlands eher Arbeit zu finden war. Und damit setzte der Schrumpfungsprozess der Gemeinde ein, auf heute 3.200 Mitglieder (mit Dassel und Markoldendorf).

Internationalität der Gemeinde

In den 60er Jahren kamen die ersten „Gastarbeiter“ in unsere Gemeinde. Bis zum Jahr 2000 hatten unsere portugiesischen und italienischen Gemeindemitglieder jeweils noch einen eigenen Seelsorger, der regelmäßig in ihrer Muttersprache Gottesdienste mit ihnen feierte.

1995  

Trachtengruppe der portugiesischen Gemeinde 1995

In unserer Gemeinde leben heute Christinnen und Christen aus

4 Kontinenten und 34 Nationen. Im Jahr 2004 wurde die bisherige Seelsorgeeinheit Einbeck-Dassel-Markoldendorf, zur neuen Gemeinde St. Josef Einbeck und Dassel zusammengeführt.

Die Seelsorger der Gemeinde

1859 Theodor Breitenbach            1864 Anton Engelhardt    

1868 Anton Wippermann              1869 Vikar Bode                        

1891 Georg Lehne                       1930 Karl Saenger

1948 Georg Marx                         1980 Peter Pichelmeier       

ab 1990 Ewald Marschler 

Ab 1948 bis 1975 wurde die Seelsorgearbeit durch verschiedene Kapläne unterstützt. Besonders in der Jugendarbeit  zeigten sich positive Auswirkungen, die teilweise bis heute Früchte tragen.

Folgende Kapläne wirkten in der Gemeinde:

Erich Wagner, Franz Kleinert, Karl-Heinz Rosenthal, Klaus Bette, Wilhelm Lipp, Norbert Blankenburg, Karl Ludwig Kellermann,   

Helmut  Neuhausen und Alfons Berger.

Auch einige Gemeindereferentinnen unterstützten die Seelsorge  in unserer Gemeinde: Editha Berghof, Lucia Kloss, Erika Ballasch (Schmidt) und Christel Rumohr. Heute wird die Vorbereitung der Erstkommunionkinder und Firmlinge durch Gemeindemitglieder die als Katecheten die Gruppen leiten, durchgeführt.

1 Ministranten 1930  

Ministranten 1930

 19 minis 1959

Ministranten 1959

 17 Minia 1972

Ministranten 1972

 Minis 2008

Ministranten 2008

Ebenso sei an dieser Stelle der vielen ehrenamtlichen in Gremien,

Gruppen, als Ministranten, Lektoren, Kommunionhelfer, Gottesdienstleiter, Küster, Blumenschmuck, Caritasarbeit, Hausmeister, Sicherheitsbeauftragter und…..    gedacht. Eine Arbeit, ohne die eine lebendige Seelsorge heute nicht mehr möglich, und vieles sähe düster in der Gemeinde aus.

Gruppen in der Gemeinde

Schon im Jahr 1946 wurde die Katholische Jugend Einbeck (KJE) gegründet. Bis heute führt sie ein Pfingstzeltlager unter großer Beteiligung durch.

4 Pfingstzeltlager Woldenberg 1947  

KJE auf dem Pfingstzeltlager Wohldenberg 1947

Ebenso 1946 wurde der Kirchenchor ins Leben gerufen.

8 Karneval 1950  

Karnevalsfeier des Kirchenchors 1953

 Eine Gruppe Mädchengruppe aus damaliger Zeit, ist bis heute als Frauengruppe aktiv.

5 Mädchengruppe 1949  

Mädchengruppe 1949 mit Editha Berghof

Die Pfadfinder-Gruppe (DPSG) wurde am Georgstag 1949 gegründet und bestanden bis in die 60er Jahre. 

7 Kreisjugendtag 1950  

Kreis Jugendtag Einbeck 1950

Im Jahr 1958 wurde die Kolpingfamilie aus der Taufe gehoben und erfreut sich bis heute bester Gesundheit.

Im gleichen Jahr wurden die Sternsinger in der Gemeinde aktiv, die ab 1991 an jeweils 10 Tagen die Familien und Firmen besuchen und mit dem gespendeten Geld jeweils eine eigenes Projekt des Kindermissionswerks unterstützen.

 1998 Bonn

1998 Besuch beim Bundeskanzler

Die Einbecker Sternsinger nahmen am 30.12.2008 an der bundesweiten Eröffnung der Aktion 2009, in Hildesheim teil.

2008 Hildesheim  

Prälat Winfried Pilz inmitten der Einbecker Sternsinger

1972 gründeten jüngere Frauen eine beständige Gruppe, den Kreis 72 und in den 90er Jahren wurde eine Pax Christi Gruppe ins Leben gerufen, die hilft den Blick in die weite Welt zu richten.

Partnerschaften

Seit der politischen Wende, also ab 1990, pflegen wir eine Partnerschaft mit der Gemeinde St. Bonifatius Artern und Roßleben in Thüringen. Fast jedes Jahr haben wir seitdem am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, abwechselt besucht, 

Ziele waren: der Hülfensberg, Artern, Roßleben, Magdeburg, Heiligenstadt, Erfurt, und Weimar, Bad Gandersheim, Hildesheim, Duderstadt……

Auch mit der Gemeinde St. Leu und St. Gilles in Thiais, Frankreich und der gemeinsamen Unterstützung eines Kinderdorfes in Aina,

Madagaskar hatten wir über viele Jahre Austausch. Leider heute nicht mehr.

 Artern

Artern St. Bonifatius 1995

Feste und Feiern

Seit den 40er Jahren trafen sich Gemeindemitglieder, um „Fasching“ zu feiern. Anfangs getrennt für Jugendliche und Erwachsenen.  Manche Ehe, die bis heute Bestand hat, fand ihre zarten Anfänge bei solchen Festen. Später entwickelte sich unter rheinischem Einfluss daraus das karnevalistische Gemeindefest. Zusammen mit den Wohlfahrtsverbänden wird schon seit 11 Jahren am folgenden Tag Seniorenkarneval gefeiert.

6 Jugendkarneval 1950  

Gemeindefest 1950 obere Reihe 3. V. rechts Kpl. Erich Wagner

Primizen in unserer Gemeinde

Nach dem 2. Weltkrieg bis 1994 konnte unsere Gemeinde mehrere Primizen feiern, 3 Ordenspriester Alfons Stasch, Pater Hans Weyer SJ, Abtpräsis Bernhard Thebes Socist. Und als Weltpriester, Ulrich Patzelt, Wolfgang Patzelt, Bernhard Kügler, Werner Schreer (heute Prälat und Generalvikar in Hildesheim) und Klaus Jendrysik. Viele der Primizianten waren Ministranten in unserer Gemeinde.

 

Abt Berhard Maria Thebes

Auch eine Reihe Ordensschwestern stammen aus der Gemeinde.

Gelebte Ökumene

Schon in der Zeit von Pastor Georg Marx wurde ein freundschaftliches Verhältnis zu den evangelischen Schwestergemeinden in Einbeck gepflegt. Heute ist es selbstverständlich, dass wir gemeinsame Gottesdienste feiern und gemeinsam die ACKE bilden, die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Einnbeck. Seit dem Jahr 1991 gehört der oekumenische Festgottesdienst am Pfingstmontag  zum „normalen Ablauf“ im Kirchenjahr. Gastfreundschaft dürfen wir am Fronleichnamstag genießen und den Festgottesdienst in der Münsterkirche feiern. Aus diesem geschwisterlichen Miteinander entstand im vergangenen Jahr die Einbecker Tafel in ökumenischer Trägerschaft zwischen der Münstergemeinde und unserer Gemeinde.

2008 Tafelmannschaft  

Gaby Döhrel, PEM, Thomas Döhrel und Marco Spndler sind froh

darüber 70 ehrenamtliche Mitarbeiter für die Tafel gefunden zu haben

Besondere Ereignisse

Rundfunkgottesdienste

In den 50er Jahren wurden mehrere Rundfunkgottesdienste aus der St. Josefkirche übertragen. Pastor Georg Marx war liturgisch sehr interessiert und gebildet und konnte als Mitglied der Liturgiekommission des Bistums die nötigen Kontakte schaffen.

Weltjugendtagskreuz

Am 28. Juni 2004 machte das Weltjugendtagskreuz Station in unserer Gemeinde. Nach einem ökumenischen. Gottesdienst in der Marktgemeinde St. Jacobi trugen Pastor Martin Giering und Pfarrer Ewald Marschler als erste das Kreuz über den mit Fahnen geschmückten Marktplatz. Der Kreuzweg endete in St. Josef. Nach einer Stärkung feierten die Teilnehmer einen Taiz é gottesdienst im Kerzenschein. Eine Plakette erinnert heute noch in beiden Kirchen an dieses Ereignis

 14 2004 WJT Kreuz

Das Weltjugendtagskreuz auf dem Einbecker Marktplatz

Aktion 72 Stunden Besser jetzt

Im vergangen Jahr in der Zeit vom 18. bis 20. April nahmen 32 Jugendliche unserer Gemeinde und unserer Schwestergemeinden zusammen mit Pfarrer Ewald Marschler an der bistumsweiten Sozial-aktion teil. Dabei wurden die Räume der Einbecker Tafel und der Kleiderkammer renoviert und  nötige Tische zum Lagern der Ware  und Arbeitstische  für die Einbecker Tafel erstellt, eine gelungene Aktion, die im kommenden Jahr wiederholt werden soll.

Gruppenbild 72 Stunden  

Die Gruppe Einbecker Urböcke mit Bischof Norbert

 

2009.2  

Januar 2009

2000 Heilig Jahr Symbol  

Symbol des Heiligen Jahres 2000

auf der Giebelwand des Pfarrheims

Mehr Bilder von 1909 bis 2009 gibt es auf dem Sommerfest, am 21. Juni 2009 zu sehen, zum Teil in Papierform, zum Teil als Lichtbildvortrag



Eine junge Gemeinde mit alten Wurzeln

Siegel der Pfarrgemeinde

Am 1. August 2004 wurde die neue Pfarrgemeinde St. Josef Einbeck und Dassel gegründet. Dies geschah im Rahmen der Eckpunkte 2010 des Bistums Hildesheim. Die neue Gemeinde wächst auf alten, fest in den Boden gegründeten Wurzeln. Sie entstand aus den Gemeinden der Seelsorgeeinheit: Einbeck – Dassel – Markoldendorf, die als Seelsorgeeinheit seit dem Jahr 1992 zusammengehörten.

Die älteste der Gemeinden der Seelsorgeeinheit und damit auch der neuen Pfarrgemeinde ist St. Michael Dassel . Der Kirchbau stammt aus dem Jahr 1847, jedoch gehen die Ursprünge der Gemeinde in das frühe Mittelalter zurück. Nach dem Augsburger Religionsfrieden wurden dem Bischof von Hildesheim seine Besitztümer in der Gemarkung Dassel wieder zugesprochen. So entstand das Amt Dassel, dessen Verwaltungsbeamte aus dem Westfälischen kamen. In einer kleinen Kapelle in Hunnesrück wurden bis 1847 die Gottesdienste gefeiert.

Die Gemeinde St. Josef in Einbeck wurde im Jahre 1858 gegründet. damals wurde Einbeck Garnisonsstadt. Damit die Soldaten und ihre Angehörigen, die zu 50% Katholiken waren, die Möglichkeit hatten, vor Ort den Gottesdienst zu besuchen, wurde eine Missionsstation gegründet. Im Jahre 1873 wurde eine Kapelle in der Hohen Münsterstraße gebaut. Der Raum dient heute als Pfarrheim. Am 6. Juni 1894 wurde der Grundstein für die im Neuromanischen Stil erbaute St. Josefskirche gelegt. Die Weihe der Kirche erfolgte am 10. August 1895.

Bis zum Ende des 2. Weltkriegs hatte die Gemeinde ca. 350 Gemeindemitglieder. Durch die heimatvertrieben erhöhte sich die Zahl der Gemeindemitglieder im Jahr 1946 auf über 7.000 Personen. Wobei viele davon in den Folgejahren ins Ruhrgebiet weiterzogen, weil dort schon damals mehr Arbeitsplätze vorhanden waren. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Riehler Heimstädten (bis heute ein großes Alten und Pflegeheim Köln-Riehl) wegen der Bombardierungen evakuiert. In Dassel und Markoldendorf fanden die Evakuierten Unterkunft.

Da sich in Markoldendorf keine katholische Gemeinde befand, wurden die Senioren von Ordensfrauen und einem Kaplan betreut. Auch in Markoldendorf "strandeten" viele Heimatvertriebene, so kam es dort zur Gründung der Pfarrvikarie Heilig Geist , die zur Pfarrgemeinde St. Michael in Dassel gehörte.

Nachdem die Gottesdienste zuerst in einem Gasthaus, später in der Marienkapelle gefeiert wurden, konnte im Jahr 1967 eine Fertigbaukirche erstellt werden, die dem Heiligen Geist geweiht ist.

Siegel der neuen Pfarrgemeinde St. Josef Einbeck und Dassel

Im Innenraum des Siegels sind alle drei Gemeinden vereint, das:
  • Michael - Quis ut Deus - Wer ist wie Gott? weist auf Dassel hin.
  • Der Hl. Josef in der Mitte ist der Patron der neuen Pfarrgemeinde und Kirchenpatron der Pfarrkirche.
  • "Veni creator spiritus" weist schließlich auf Markoldendorf hin.
Siegel der Pfarrgemeinde




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